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Die Wirtschaftsprüfung von morgen

KAPITEL 1:
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG ALLGEMEIN

KAPITEL 2:
DIGITALE TRANSFORMATION

KAPITEL 3:
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG – HEUTE UND MORGEN?

Kapitel 3

Wirtschaftsprüfung – Heute und morgen?

Die Wirtschaftsprüfung von heute ändert sich permanent. Doch wie sieht die Wirtschaftsprüfung von morgen aus? Werden Roboter Abschlussprüfungen durchführen? Werden Prozesse ausschließlich digital stattfinden? In diesem Kapitel erhalten Sie einen Einblick, welche Technologien die Wirtschaftsprüfung jetzt und in Zukunft verändern.

Ihre Meinung ist gefragt!

„Macht vielleicht bald ein Computer meinen Job?“ – Eine Frage, die sich sehr viele Menschen schon mal gestellt haben. Was denken Sie: Wie wahrscheinlich ist es, dass Wirtschaftsprüfer und -prüferinnen in der Zukunft durch Computer ersetzt werden?

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Gute Einschätzung! Laut Süddeutsche.de sieht die Zukunft für klassische Buchhalter und Buchhalterinnen sowie Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüferinnen nicht sehr rosig aus. Doch wie kommt dieser Wert zustande? Scrollen Sie weiter und erhalten Sie einen Einblick, welche Technologien die Wirtschaftsprüfung jetzt und in Zukunft verändern.
Fast! Die Prognose lautet: 94%. Laut Süddeutsche.de sieht die Zukunft für klassische Buchhalter und Buchhalterinnen sowie Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüferinnen nicht sehr rosig aus. Doch wie kommt dieser Wert zustande? Scrollen Sie weiter und erhalten Sie einen Einblick, welche Technologien die Wirtschaftsprüfung jetzt und in Zukunft verändern.

Big Data

„Big Data“ ist ein Schlüsselbegriff der Digitalisierung der Wirtschaftsprüfung. Er bezeichnet riesige, unstrukturierte Datenmengen, die ohne die Hilfe von Computern nicht bearbeitet werden können. Auch die Wirtschaftsprüfung hantiert mit einer solchen Menge an Daten – z. B. in der Jahresabschlussprüfung oder der Unternehmensberatung.

Mehr zum Begriff „Big Data“ und was er für die Wirtschaftsprüfung bedeutet, sehen Sie im Video von explainity. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch im Interview mit Andrea Bruckner.

Stellen Sie sich vor…

Was tun, wenn Arbeitsprozesse ineffizient sind? In kleineren Betrieben ist es vielleicht unproblematisch, Abläufe händisch nachzuvollziehen. Will aber etwa eine große Supermarktkette verstehen, warum immer wieder Waren ausgehen, so wird das schnell zu einer Mammutaufgabe! Abhilfe für diese und ähnliche Probleme kann „Process Mining“ schaffen.

Hören Sie sich folgendes Szenario an, um mehr über Process Mining zu erfahren.

Scenario: Process Mining

Process Mining

Process Mining meint die Erhebung sämtlicher Daten, die im Rahmen eines Arbeitsprozesses anfallen. Hierdurch kann präzise rekonstruiert werden, durch welche Umstände es zu bestimmten Ereignissen kommt, und Unternehmen können gezielt gegensteuern. In unserem Supermarktbeispiel würde zum Beispiel durch Nutzungsdaten der Bestellsoftware auffallen, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diese nur selten und unsystematisch nutzen. Im nächsten Schritt könnten diese Daten sogar genutzt warden, um den Prozess zu automatisieren. In der Wirtschaftsprüfung wird Process Mining vor allem genutzt, um Arbeitsprozesse bei Mandanten zu prüfen: Sind die Geschäftsprozesse effizient? Oder können Teile der Prozesse verbessert werden? Die Entscheidungsgrundlage ist eine umfassende Analyse mithilfe von Process Mining.

Künstliche Intelligenz

„Unsere Intelligenz macht uns menschlich und KI ist eine Ergänzung dessen“ – Yann LeCun, Chief Artificial Scientist bei Facebook AI Research. Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der aktuell interessantesten Technologien – Nicht nur für die Wirtschaftsprüfung.

Klicken Sie auf „Zur Präsentation“ , um mehr über KI und ihre Potentiale für die Wirtschaftsprüfung zu erfahren

Zur Präsentation

Blockchain

Seit etwa zwei Jahren ist die „Blockchain“ (dt.: Kette aus Blöcken) in aller Munde. Viele Branchen interessieren sich allmählich für die Technologie und loten erste Anwendungsmöglichkeiten aus. Nur wenige wissen allerdings, was sich hinter einer Blockchain tatsächlich verbirgt.

Erfahren Sie mehr im Video und auf der nächsten Seite.

Play Video
Blockchain und Wirtschaftprüfung
Im Video wurde es bereits angedeutet: Die Blockchain wird automatisch von jedem Computer im Netzwerk geprüft. Ein Beispiel aus der Wirtschaftsprüfung: Die Geschäftsvorgänge eines Unternehmens werden alle in der Blockchain gespeichert. Jede Transkation wird vom Blockchain-Netzwerk geprüft und verifiziert. Das Resultat: Die Transaktionen müssten nicht mehr von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern kontrolliert werden.
Das besondere an der Blockchain: Alle Transaktion werden in Echtzeit gespeichert. Das bedeutet: Kaum wird eine Transaktion durchgeführt, ist sie auch schon in der Blockchain gespeichert. Für Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer wird so eine Prüfung in Echtzeit (Real Time Auditing) möglich. In Zukunft könnte Blockchain einen Abschluss „auf Knopfdruck“ ermöglichen. Unternehmen können auf diese Weise zu jeder Zeit geprüft werden – nicht nur am Ende des Geschäftsjahres.
Solange es nicht die eine Blockchain für die Finanzwelt gibt, existieren viele einzelne Blockchain-Netzwerke. Das bedeutet: Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer werden gebraucht, um diese Netzwerke zu beurteilen: Wie geeignet sind sie? Gibt es Risiken und Gefahren? Eignen sich die Mechanismen für den Anwendungsbereich? Oder müssen Änderungen an der Programmierung vorgenommen werden? Fest steht: Der Prüfungsgegenstand verändert sich. Beispielsweise werden nicht mehr Transaktionen und ihre Richtigkeit kontrolliert, sondern auch die Technologie dahinter – die Blockchain selbst.

Die „neuen“ Prüferinnen und Prüfer

Digitale Geschäftsprozesse, digitale Herausforderungen, digitale Welt – So wie sich moderne Unternehmen weiterentwickeln, so entwickelt sich auch die Wirtschaftsprüfung. Doch welchen Platz haben in dieser Welt noch klassische Prüferinnen und Prüfer?

Bewegen Sie den Schalter, um die „neue“ Prüfer und Prüferinnen kennenzulernen.

Heute

Morgen

Hauptsächlich werden betriebswirtschaftlichen Kompetenzen und digitales Know-How von Prüfungsteams erwartet.

Ein technisches Know-How wird zwar wichtiger, jedoch gilt: Digitale Technologien wie eine Blockchain müssen von Fachpersonal auf ihre Korrektheit geprüft werden. Auch Big Data-Analysen brauchen Expertinnen und Experten mit Fachverständnis und entsprechenden Bewältigungsstrategien. Die digitale Beratung braucht Prüfungs- und Gesetzeskenntnisse. Die „alten“ Werte, Pflichten und Kompetenzen von Prüferinnen und Prüfern bleiben die gleichen – wenn auch in einer (noch) neuen, digitalen Welt.

Die Zukunft der Wirtschaftsprüfung

Blockchain, Audit Clouds und Künstliche Intelligenz – Wirtschaftsprüfung verändert sich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mandantinnen und Mandanten müssen sich auf neue Herausforderungen und Technologien einstellen. Viele der „alten“ Aufgaben werden automatisiert und nicht mehr von Menschen ausgeführt. Gleichzeitig entstehen aber auch „neue“ Aufgaben wie Social Media Audit oder Transformationsberatung. Was zwischen allen Veränderungen bleibt, sind Expertinnen und Experten mit enormen Marktwissen und einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Wirtschaft.

Weitere Informationen erhalten Sie zusammengefasst im Interview mit Andrea Bruckner.

Die Wirtschaftsprüfung von morgen

KAPITEL 1:
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG ALLGEMEIN

KAPITEL 2:
DIGITALE TRANSFORMATION

KAPITEL 3:
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG – HEUTE UND MORGEN?

Lesen Sie in den anderen Modulen weiter.

Modul: BDO innovativ

Modul: VUCA & Agiles Projektmanagement

Modul: Pandemien als globale Herausforderung

Modul: Informationssicherheit und Datenschutz

Modul: Eine Frage der Ethik

Modul: Corporate Social Responsibility

Modul: Technologie in der Wirtschaftsprüfung